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Fünf Ansätze zur Verwaltung einer komplexen SAP-Umgebung

by Tyler Constable

Published on 07.23.2020

Ein effektiver Betrieb Ihrer SAP-Umgebung sollte Sie nicht vor unlösbare Herausforderungen stellen. Root-Cause-Analysen, Automatisierung und ein transparenter Betrieb sind nur einige der Hilfsmittel, die Ihnen die Verwaltung Ihrer SAP-Landschaft erleichtern.

SAP ist eines der größten Unternehmen für Unternehmenssoftware weltweit. Heute setzen geschätzte 425.000 Unternehmen in über 180 Ländern SAP-Software ein. Neue SAP-Lösungen treten zwar stets mit dem Versprechen von mehr Zuverlässigkeit und Effizienz an, aber die Systemlandschaft mit ihren Mix aus verschiedensten Lösungen, Drittanwendungen und Integrationen wird dabei nicht weniger komplex – was ihre Verwaltung zunehmend erschwert. Glücklicherweise gibt es am Markt spezialisierte Softwarelösungen, die Pain Points beseitigen und Ihnen so helfen, Ihre SAP-Umgebung besser zu verwalten.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen fünf Herausforderungen im Betrieb von SAP-Systemen, die Ihre Geschäftskontinuität gefährden, und wie Sie ihnen optimal begegnen, um jederzeit die Kontrolle über Ihre komplexen SAP-Umgebungen zu behalten.

1. Setzen Sie auf Root-Cause-Analysen

Geschäftskritische Systeme sind hochkomplex. Da wundert es wenig, dass dies bei SAP nicht anders ist. Historisch gewachsene kundenspezifische Entwicklungen und Anpassungen können in Verbindung mit immer neuer Software und Hardware schnell zu einem langsamen und zunehmend unsicheren „Frankenstack“ werden. Auf einmal dauern einfache Datenabfragen viel zu lange, SAP Batch Jobs verzögern sich und Sicherheitslücken tauchen auf, die nur durch neue Patches geschlossen werden können. Jedes neue Problem in Ihren geschäftskritischen Systemen kann irgendwann unkontrollierbar werden und sich so unmittelbar auf Ihren Geschäftserfolg oder die Sicherheit Ihrer Unternehmensdaten auswirken.

Die Ursache von Problemen zu finden ist schwierig, aber nicht unmöglich, wenn Sie über das richtige Tool für die Ursachenermittlung verfügen. Es gibt Tools, die Sie mit Warnmeldungen geradezu überfluten. So wird es fast unmöglich, der eigentlichen Ursache auf die Spur zu kommen. Diese Tools sind nicht in der Lage, die verschiedenen Objekte in Zusammenhang zu bringen oder zu zeigen, wie sie zusammenspielen. Im Ergebnis müssen Sie sehr viel Zeit aufwenden, um jede einzelne Warnmeldung selbst zu bewerten.

Mit der richtigen Software können Sie jedoch die Ursache eines Problems schnell und ohne Ablenkung durch unwichtige Benachrichtigungen ermitteln. Eine wirklich gute Lösung erkennt mögliche Probleme und Trends frühzeitig, so dass Sie rechtzeitig eingreifen und Schlimmeres verhindern können. Achten Sie bei Ihrem Tool darauf, dass es standardmäßig in der Lage ist, die Ursachen von Problemen über Abhängigkeiten zu identifizieren, so dass Störungen des Geschäftsbetriebs vermieden werden.

 

2. Betrachten Sie die SAP-Landschaft als Ganzes

On-Premises-Software, Cloud-Speicher und eine Vielzahl von Anbietern und Drittanwendungen: Die Komplexität von SAP-Landschaften ergibt sich aus ihrer Vielzahl von beteiligten Systemen, die es zu verwalten gilt, um Durchgängigkeit zu gewährleisten. Die meisten Kunden kennen wahrscheinlich nicht einmal die genaue Zahl der SAP-Elemente in ihrer Landschaft. Die weitaus größte Herausforderungen besteht darin, jede einzelne SAP-Landschaft lückenlos abzubilden, um das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten zu verstehen. 

Stellen Sie sich einen großen Eimer voller einzelner LEGO-Bausteine vor. Der Eimer ist Ihre SAP-Landschaft und die LEGO-Steine sind die Komponenten, aus denen Sie sich zusammensetzt. 

Wenn Sie jetzt von oben auf den Eimer schauen, erkennen Sie vielleicht die Formen und Größen der Steine in dem Eimer. Viel mehr aber auch nicht. Genauso verhält es sich auch, wenn Ihnen tiefgreifende Einblicke und ein wirkliches Verständnis dafür fehlen, wie die Komponenten in Ihrer Landschaft überhaupt ineinandergreifen.

Wenn Sie aber etwas genauer hinsehen, können Sie erkennen, wie die LEGO-Steine außerhalb des Eimers zu einem wahren Meisterwerk zusammengesetzt werden können. Das Gleiche gilt auch für Ihre SAP-Umgebung und Ihre SAP HANA-Datenbank. Wenn Sie Ihre SAP-Umgebung mit einem Tool überwachen, das Ihnen jeden Prozess im Kontext mit Ihren anderen Prozessen und Systemen zeigt, erhalten Sie die Einblicke, die ein proaktives Handeln sowie zuverlässige Prognosen und Planungen erst möglich machen.

Patchstände und Kernel-Versionen sind ein gutes Beispiel dafür, wie systemübergreifende Transparenz zur Vermeidung von Problemen beitragen kann. Gibt es es hier Diskrepanzen zwischen Entwicklungs- und Produktivsystemen, können bei der Ausführung einer neuen kundenspezifischen Entwicklung im Produktivsystem unvorhergesehene Fehlersituationen auftreten. Wenn Sie aber die Versionen und Patchstände in Entwicklung, Produktion, QA und in Ihrer Sandbox kennen, lassen sich derartige Probleme schon im Vorfeld ausräumen.

 

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3. Automatisieren Sie Ihre SAP-Systeme in der Cloud

Unternehmen migrieren Ihre Legacy-SAP-Workflows zunehmend in die Cloud. Dies geschieht meist schrittweise, beginnend mit einigen spezifischen Systemen (z. B. Finance), nach und nach gefolgt von weiteren Systemen. Das Ergebnis sind hybride Umgebungen mit einem oder mehreren Cloud-Anbietern. Es gibt zwar Tools für das Cloud-Management, diese ermöglichen aber in der Regel keine Einblicke in SAP oder die Performance der auf den lokalen Servern verbliebenen Systeme. Ebenso sind die meisten Tools für den On-Premises-Betrieb nicht in der Lage, Einblicke in die Cloud-Systeme zu liefern oder auf Lastspitzen in den SAP-Systemen zu reagieren und die Last zwischen Cloud und lokalen Systemen entsprechend zu verteilen. Durch diese hybriden Szenarien werden die erhofften Vorteile einer Cloud-Migration oft zunichte gemacht, da weder Kosten gesenkt, noch die Komplexität reduziert wird. Wirkliche Kosteneinsparungen lassen sich nur erzielen, wenn die Systeme automatisiert und effizient verwaltet werden.

Cloud-Automatisierungslösungen für SAP-Umgebungen sollten immer die gesamte Landschaft im Blick haben (Cloud und On-Premises). Unverzichtbar sind zudem die Fähigkeit zur Cloud-Skalierung in Echtzeit auf Grundlage der systemweiten Ressourcenauslastung und die Möglichkeit zur Automatisierung der Systemwartung. Des Weiteren sollte ein Tool für die Cloud-Automatisierung proaktive und vorausschauende Einblicke in den Betrieb ermöglichen.

Einer der weltweit größten Produzenten von Chemikalien und Textilfasern liefert ein gutes Beispiel dafür, wie man SAP-Automatisierung intelligent umsetzt. Im Zuge seiner SAP-Migration auf AWS entschied sich das Unternehmen für die Einführung der Monitoring-Lösung von Avantra, um tiefgreifende Einblicke in seine SAP-Systeme zu erhalten. Auch heute noch setzt das Unternehmen auf Avantra, um seine Systemumgebung zu überwachen, zu verwalten, zu analysieren und mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.

 

4. Sorgen Sie für revisionssichere Konfigurationsänderungen

Es ist noch nicht allzu lange her, dass alle börsennotierten Unternehmen und auch viele nicht börsennotierte Unternehmen jedes Jahr geprüft wurden. Heutzutage gehört es zum Alltag von immer mehr Unternehmen, dass fast monatlich das ein oder andere Audit durchgeführt wird. 

Data Governance und Compliance sind für jedes Unternehmen unerlässlich. Darum müssen Ihre SAP-Umgebung und Ihr SAP Master Data Management Ihre Daten zuverlässig schützen. Sie müssen sich sicher sein können, dass Ihre Systeme alle Konfigurationsänderungen protokollieren. So gewährleisten Sie nicht nur Revisionssicherheit, sondern auch durchgängige Sicherheit und Compliance. 

Falls SAP-Konfigurationsänderungen vorgenommen werden, die gegen die Sicherheitsrichtlinien Ihres Unternehmens verstoßen, möchten Sie dies nicht erst im Rahmen eines Audits – oder noch schlimmer – nach einer Datenpanne erfahren. 

GRC-Lösungen überwachen zwar die Compliance auf Endanwenderebene, doch Client-Einstellungen, Datenbankbenutzer und viele andere systembezogene Sicherheitsprüfungen bleiben viel zu oft außen vor. Sie müssen sicherstellen, dass Sie von Ihren Tools umgehend über erfolgte Änderungen oder Lücken in der Sicherheit Ihres Systems benachrichtigt werden.

Ohne Drittanwendungen erfolgt ein Großteil der Arbeit zum Schutz Ihrer Daten und Nachverfolgung von Änderungen manuell und es liegt an Ihnen, dieses Problem zu lösen, indem Sie Ihre eigenen Systeme und Prozesse entwickeln. Wenn Sie jedoch Ihren IT-Betrieb toolgestützt automatisieren, können Sie Ihre SAP-Umgebung auf Änderungen überwachen, Revisionssicherheit gewährleisten und sich jederzeit sein, dass alles ordnungsgemäß dokumentiert wird. Eine solche Lösung kann Ihre Sicherheitsrichtlinien zudem in Echtzeit durchsetzen und dazu beitragen, dass Ihre SAP-Systeme vor Manipulationen durch interne und externe Akteure geschützt sind.

 

5. Schützen Sie Ihre Umgebung durch vorausschauende Analysen

Ein weiteres Mittel zur besseren Verwaltung Ihre SAP-Umgebung sind vorausschauende Analysen, die Ihnen bei der Prognose, Planung und Budgetierung Ihrer Ressourcen helfen. Aufgrund der fehlenden landschafts- und umgebungsübergreifenden Ressourcennutzung in Ihrer Business-Intelligence-Software lässt es sich nur schwer vorhersagen, wie Ihr Ressourcenbedarf in einem Jahr oder manchmal sogar in einem Monat aussehen wird. Manuelle Datenanalysen und Berechnungen sind aufwändig und mühsam, was viel Raum für Fehler lässt: Budgets werden falsch geplant, neue Hardware nicht rechtzeitig bereitgestellt oder IT-Teams übermäßig belastet.

Machen Sie sich Möglichkeiten der Predictive Analysis zunutze und erstellen Sie anhand von statischen Verfahren wie Vorhersagemodellen, maschinellem Lernen und Data Mining intelligente Prognosen. Durch die Integration in Ihre Systeme können Sie folgenschwere Ausfälle vermeiden und Ihre Budget- und Ressourcenplanung auf ein solides Fundament stellen.


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Photo by Timo Volz on Unsplash