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    3 min read

    Sicheres und Transparentes Starten und Stoppen von SAP-Systemen

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    „Ändere nie ein funktionierendes System, auch nicht wenn es langsam ist” lautete der Witz, als ich noch SAP-Basis-Administrator war. Heute würde man vielleicht hinzufügen "auch wenn es langsam und unsicher ist". Komplexe Softwaresysteme sind anfällig für Fehler, wenn sie nicht richtig heruntergefahren werden. Avantra  macht den Prozess des Startens und Stoppens von SAP und Datenbankmanagementsystemen (DBMS) durch gezielte Überwachung und zuverlässige Automatisierung sicher und transparent.

     

    Wartung, Optimierung, Tests - jeder Systemneustart strapaziert Ihre Nerven (und Ihren Geldbeutel)

    Komplexe Softwaresysteme erfordern umfangreiche Pflege und Wartung. Updates müssen installiert, Leistungsoptimierungen durchgeführt, Schnittstellen getestet werden. Viele dieser Aufgaben erfordern einen Neustart des Systems - ein lästiger, zeitaufwändiger Prozess, der oft nur außerhalb der Geschäftszeiten durchgeführt werden kann. Nur dann wird der Geschäftsbetrieb nicht beeinträchtigt. Zugleich müssen die SAP-Basis-Administratoren dafür sorgen, dass die Systeme am nächsten Tag wieder reibungslos funktionieren. Eine riskante Aufgabe, denn standardmäßig sind oft nur wenige Informationen über die Relevanz, die Anzahl der Benutzer und die Hintergrundjobs der Produktivsysteme verfügbar.

     

    Automatisierung - der Erfolgsfaktor

    Die Lösung für dieses Problem ist die Automatisierung. Mit Hilfe der AIOps-Plattform Avantra können komplexe Systeme unter Berücksichtigung aller Betriebsparameter und mit hoher Transparenz für die Systemadministratoren automatisch gestoppt und neu gestartet werden. Warum ist das sinnvoll?

     

    Aus Kostengründen

    Das automatisierte Starten und Stoppen reduziert die Arbeitsbelastung sowie die Arbeitszeit der mit Wartungsarbeiten betrauten Teams erheblich. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das "Snooze, so you don't lose"-Paradigma. Unternehmen, die auf Infrastructure-as-a-Service setzen, zahlen nur dann für ihre Fremdleistungen, wenn das System tatsächlich arbeitet.

     

    Aus Zeitgründen

    Bei den eingesetzten DBMS handelt es sich um hochoptimierte Softwaresysteme, die oft in direkter Abhängigkeit zu Fremdsystemen stehen. Um mögliche Reparaturvorgänge zu vermeiden, müssen die einzelnen Komponenten in einer optimalen Reihenfolge heruntergefahren werden. Das erfordert Geduld und Expertenwissen. Automatisierung vereinfacht den gesamten Prozess und kann auch von Mitarbeitern mit weniger Detailwissen durchgeführt werden. Das spart Zeit und gibt mehr Freiraum für Innovationen.

    Beispiel für ein individuelles Automatisierungs-Dashboard in der AIOps-Plattform Avantra

     

    Aus organisatorischen Gründen

    Normalerweise arbeiten in Unternehmen verschiedene Teams an der Systeminfrastruktur und dem Betriebssystem. Es gibt ein Verfahren zur Übergabe für Wartungsarbeiten, es gibt Betriebshandbücher und gegenseitige Telefonate, wenn eine bestimmte Wartungsaufgabe erledigt ist. Durch die transparente Automatisierung und Überwachung des Start-/Stop-Prozesses entfallen zahlreiche Kommunikationsanforderungen und Abstimmungslatenzen zwischen diesen Teams . Die Fehleranfälligkeit beim Starten und Stoppen komplexer Systemlandschaften wird reduziert, und es werden weniger Personen für diese Aufgabe benötigt.

    Dialog zur Definition eines Automatisierungsauftrags in der AIOps-Plattform Avantra

     

    Aus technischen Gründen

    SAP HANA kann bequem mit dem SAP Control Service gestoppt und gestartet werden. Sind andere DBMS im Einsatz und arbeiten diese auch in verteilten Systemen, müssen diese unterschiedlich verwaltet werden. Avantra kann diese Verwaltung transparent in verschiedenen Automatisierungsjobs bündeln und umsetzen.

    Automatisierungsaufgabe in der AIOps-Plattform Avantra

     

    Aus Qualitätsgründen

    Wird das System von den IT-Betreibern des Betriebssystems nach Wartungsarbeiten mit Hilfe von Avantra neu gestartet, prüft die Software jedes einzelne System oder jede virtuelle Maschine nach vorgegebenen Automatisierungsjobs, wobei die Systeme automatisch in der vordefinierten Reihenfolge hochgefahren werden. Menschliche Fehlerquellen beim Starten und Stoppen des Servers werden minimiert. Werden Softwarefehler gefunden, meldet Avantra diese automatisch über das Dashboard oder informiert mit einer zuvor definierten Benachrichtigungsaktion. Das Betreiberteam kann sofort reagieren.

     

    Aus Sicherheitsgründen

    Mit Hilfe des automatisierten, transparenten Startens und Stoppens ist es für die Verantwortlichen sinnvoll, auch kleinere, aber relevante und empfohlene Patches rechtzeitig nach dem Release einzuspielen. Benötigte das Starten und Stoppen komplexer und verteilter Systeme bisher eine immense Vorlaufzeit, so reduziert Avantra diese Vorlauf- und Nachbearbeitungszeit deutlich. Auch Zugangsdaten von hochprivilegierten Benutzern, die für das Starten und Stoppen verschiedener Systeme unbedingt erforderlich sind, können in der Avantra-Automatisierung hinterlegt werden, ohne dass sie gemäß der "Segregation of Duties" und den Anforderungen der ISO27000 zugänglich gemacht werden müssen.

     

    Fazit 

    Das automatische Starten und Stoppen von Anlagen ist eine der wichtigsten Automatisierungsfunktionen von Avantra. Davon profitieren Unternehmen und Dienstleister gleichermaßen. Es spart Zeit, vereinfacht Prozesse und erhöht die Qualität der Services, indem es manuelle Fehler verhindert. Und sie sorgt dafür, dass Systeme in der Cloud nicht unnötig laufen und Kosten verursachen. Unser Ziel ist es, in Zukunft noch mehr Out-of-the-Box-Automatisierungen anzubieten. Avantra 20.11  wird zum Beispiel ein automatisches SAP-Kernel-Upgrade bereitstellen. Weitere Funktionen für automatisiertes Patching sind geplant.