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      9 min read

      The Good, the Bad and the Ugly: Was es beim SAP Solution Manager zu beachten gilt

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      Obwohl er häufig als ein einzelnes Produkt wahrgenommen wird, ist der SAP Solution Manager vielmehr eine Zusammenstellung unterschiedlichster Funktionen, die jeweils darauf ausgelegt sind, eine bestimmte Problematik zu lösen oder eine bestimmte Geschäftsanforderung zu unterstützen. Dabei wird längst nicht jede Funktion von jedem Kunden benötigt oder genutzt.

      Als ein Tool, das so viele Elemente umfasst, gibt es Bereiche, in denen Solution Manager wirklich gute Arbeit leistet – was offenbar auch SAP weiß und seine auf der TechEd 2017 in Las Vegas vorgestellte Roadmap entsprechend ausgerichtet hat –, aber ebenso gibt es eine Reihe von Aufgaben, die sich mit anderen, ergänzenden Tools wesentlich besser lösen lassen.

      Solution Manager eignet sich hervorragend für die folgenden Aufgaben:

      Business Process Management

      Dies ist der Bereich, der in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt der SAP-Entwicklungsarbeit zu werden scheint. Auf der letzten SAP TechEd in Las Vegas beleuchtete SAP einige der bestehenden und zukünftigen Funktionen.

      Bereits jetzt unterstützt:

      • Gemeinsame Prozessmodellierung durch Fach- und IT-Abteilungen
      • Zentrale Prozessausführung über eine Java-basierte Prozess-Engine
      • Intuitive Benutzeroberflächen für Geschäftsanwender
      • Integration von Geschäftsregeln in Ihre Prozesse

      Viele Verbesserungen sind bis 2019 geplant, darunter:

      • Zusätzliche Drag-and-Drop-Funktion
      • Möglichkeit zur Erstellung manueller Prozesse (als direkte Konkurrenz zu Vizio)
      • Doppelklick auf Prozessabschnitte, um Teilprozesse zu öffnen

      Systemdatenverwaltung

      • Datenvolumenmanagement
      • Datenkonsistenzmanagement – Tools und Verfahren, um Inkonsistenzen in Ihrer SAP-Landschaft zu verhindern, zu erkennen und zu beheben
      • Datenbankübergreifender Vergleich
      • Interner Datenbankvergleich

      System- und Infrastrukturentwicklung, Releases, Versionierung und Lizenzmanagement

      • Maintenance Planner – Planung der Systemwartung mit durchgängigen Support für die Package Stack-Berechnung
      • Lizenzmanagement für SAP- und Wartungslizenzen
      • SAP ITIM (nur mit zusätzlicher Lizenz unterstützt) – Erweiterung der Infrastrukturverwaltung über SAP-Systeme hinaus
      • Verwaltung von kundeneigenen Entwicklungen – Identifizierung und Indizierung von kundeneigenen Entwicklungen sowie Identifizierung von nicht verwendetem Code zur Reduzierung des Upgrade-Aufwands
      • Scope and Effort Analyzer – Ermöglicht die Berechnung und Optimierung des Testaufwands sowie die Kombination von Business Process Change Analyzer (BPCA)-Funktionen mit der Verwaltung von kundeneigenen Entwicklungen, um den mit einem Upgrade verbundenen Aufwand zu ermitteln

      Change Control Management

      • Quality Gate Management
      • Change Request Management
      • Freigabemanagement
      • Transport Management
      • Duale Landschaftssynchronisierung (Retrofit)
      • Downgrade-Schutz
      • Change Reporting (Änderungsauswertungen)
      • Retrofit-Funktionen
      • Execution Analysis-Auswertungen

      IT Service Management (ITSM)

      • Protokollierung von Incident-Tickets
      • Rückverfolgbarkeit von Incidents
      • Eskalation von Vorfällen zu Problemen (Festhalten in Problem-Tickets) und zum SAP-Support
      • Ermittlung des Incident-Teams

      Systemtest und -qualifizierung

      • Test Automation Framework einschließlich komponentenbasierter Testautomatisierung und Integration von Drittanbieter-Automatisierung
      • Business Process Change Analyzer zur Bestimmung von Testanforderungen und -umfang
      • Verwaltung und Reporting von Anwendungstests
      • Organisation von Testfällen und Testplänen
      • Integration mit der Prozessverwaltung

      Das technische Monitoring gehört jedoch definitiv nicht zu den Stärken des Solution Managers. Hier nur einige der Probleme, über die uns Anwender immer wieder berichten:

      • Durch die Vielzahl der Benachrichtigungen müssen sich Anwender immer wieder auf die sprichwörtliche und oft vergebliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen begeben.
      • Das Monitoring lässt sich nur durch die manuelle und dadurch mühsame Wiederholung täglicher Checks realisieren, was für Basis-Teams einen hohen Zeitaufwand allein für den ordnungsgemäßen Systembetrieb bedeutet.
      • Es gibt kein ausgereiftes Change Management, wodurch die Teams gezwungen sind, Excel-Tabellen zu führen und die vorgenommen Änderungen manuell zu pflegen.

      Im Folgenden finden Sie einen Vergleich zwischen Xandria und Solution Manager:

       

       

      Solution Manager 7.2

      Syslink Xandria 7.x

      Implementierungsaufwand

      (Beispiellandschaft mit rund 40 Systemen)

      Sehr hoch

      Wochen oder Monate (wie in diesem Praxisbeispiel)

      Gering

      1-2 Tage

      Landschaftsanforderungen

       

      2-Systemlandschaft dringend empfohlen (zweimal pro Jahr Upgrade der FP – Feature Packages)

       

      1 System

      Schnelles, fast nahtloses Upgrade

      Erstinstallation

      Sehr komplexe Erstinstallation (Beispiel  1)

      Gefolgt von Upgrades auf das neueste Feature Package und einer äußerst komplizierten Konfiguration

      Erwarteter Zeitaufwand: mehrere Monate

      Sehr einfach, nur wenige Stunden für den Master und weitere 15 Minuten pro Server. Custom Checks und Konfiguration – zusätzlicher halber Tag

      Wartungsaufwand

      Hoch

      Kompatibilität mit allen verwalteten Systemen empfohlen (vgl. SAP-Produktverfügbarkeitsmatrix)

       

      Gering

      Automatische Updates aller Agenten über den zentralen Master. Keine Updates der SAP-Elemente erforderlich.

      Abhängigkeit von anderen Komponenten

      Hoch

      CCMS / SAPHost Agent ST-PI / PI

       

      Gering

      (Xandria-Agenten haben eine direkte Verbindung zum ABAP/Java Stack)

      Upgrade-Aufwand

      Hoch

      7.1 auf 7.2 – völlig neues Konzept / neue KPIs. Manche Anwender geben an, dass sich dies so schwierig gestaltet, dass sie eine Neuinstallation vorziehen.

      Sehr gering

      (zentral verwaltet)

      Upgrade-Voraussetzungen

       

      Ja

      Komponenten müssen zwingend auf den neuesten Stand gebracht werden


      Nein

      Mit älteren Agenten kompatibel

      Lizenzkosten

      Auf den ersten Blick kostenlos (jedoch verbunden mit langen Implementierungszeiten, hohen Beratungskosten, mehr dazu in diesem Kundenbericht)

      Abhängig von der Zahl der überwachten Systeme (sehr schneller ROI, wird in der Regel in unter 6 Monaten aber immer in unter einem Jahr erreicht)

      Komplexität

      Hoch

      Einige Module sind Teil einer Vielzahl von Anwendungen. Hoher Schulungsaufwand.

      Gering

      Xandria konzentriert sich ausschließlich auf das Monitoring und ist explizit auf Benutzerfreundlichkeit ausgelegt. So gut wie kein Schulungsaufwand.

      Sicherheit

      Aufgrund der Integration mit allen anderen Anwendungen und der hohen Anzahl unterschiedlicher Benutzer

      sollte ein erzwungenes Sicherheitskonzept definiert und gepflegt werden.

      Hacker nutzen Solman bevorzugt als Einfallstor in Ihre SAP-Landschaft.

      Erweiterte rollenbasierte Zugriffsrechte (Lese-/Schreibzugriff nur für die Konfiguration erforderlich).

      Falsch positive Warnmeldungen /

      falsch negative Warnmeldungen

      Warnmeldungen sind nicht standardmäßig konfiguriert.

      Wenn Objekte aktiviert werden,

      kann eine Flut von Warnmeldungen erzeugt werden, was zu einer Überlastung des Posteingangs aller Beteiligten führt.

      -> Try on error

      Schlüsselfertig mit Best Practices / Für Parameter müssen nur Schwellenwerte gesetzt werden.

      Infrastrukturanforderungen

      Landschaft < 100 Systemen

      Aktueller Solman in der Regel mit Solman 7.2 HANA-Server mit 64 GB RAM und 200 GB Speicherplatz

      8 GB Linux/Windows und 40 GB

      Infrastrukturanforderungen

      Landschaft > 100 Systemen

      Mit Solman 7.2 nicht möglich

      Focus Run erforderlich

      (> 100 GB RAM, 0,5 TB Speicherplatz) auf einer HANA-Appliance

      16 GB Linux / Windows

      80 GB Speicherplatz

      Benachrichtigungen

      Bauen auf einer Reihe von Unterkomponenten auf

      Direkter Kanal. E-Mail, SMS

      Tägliche Berichte

      Müssen als SLR eingerichtet werden.

      Schlüsselfertig

      Individuell anpassbare Checks

      Native SQL nicht direkt unterstützt – komplex

      Einfache Erstellung von Custom Checks, gleiches gilt für Skripte und Native SQL

      Externe Checks

      (außerhalb der SAP-Systeme)

      Lizenzierung hängt von Ihrer Lizenzvereinbarung ab

      Ja

      Starten/Anhalten von Systemen

      Keine Automatisierung, erfordert manuelles Starten/Anhalten der SAP-Systeme unter Einsatz von Fremdprodukten.

      Kann einzelne SAP-Systeme mit nur einem Klick starten/anhalten oder ein Wartungsfenster planen, in dem Xandria mehrere SAP-Systeme nach Zeitplan startet und anhält.

      Cloud-Automatisierung

      Nicht ohne den Zukauf von Drittanbieter-SAP-Produkten möglich

      Xandria hat entsprechende APIs und ist vollständig mit AWS, Azure, Google Cloud Platform und Alibaba Cloud integriert. Möglichkeit zum performance-gesteuerten, automatischen Scale-out und Scale-Down von SAP-Systemen in der Cloud. Möglichkeit zum Starten/Anhalten von Cloud-Instanzen anhand von SAP-Leistungsmetriken oder nach Zeitplan. In Kombination mit den SAP-Start-/Stopp-Funktionen von Xandria ermöglicht dies eine flexible SAP-Architektur.